Standesamt

Im Standesamt kann man mehr, als "nur" heiraten. In Wirklichkeit begleitet Sie das Standesamt Ihr Leben lang.

So werden hier wesentliche Ereignisse, beginnend mit der Geburt, über die Eheschließung bis hin zum Sterbefall beurkundet. Für Auskünfte, Fragen und Hilfestellungen stehen Ihnen die Mitarbeiter des Standesamtes der Gemeinde Gallizien gerne zur Verfügung.


Mitarbeiter Standesamt

Mag.a Silke Setz

Funktion: Standesbeamtin
+434221222012
silke.setz@ktn.gde.at

STANDESAMT

Der Aufgabenbereich des Standesamtes umfasst die Beurkundung von Geburten, Vornahme von Trauungen und Verpartnerungen, Beurkundung von Sterbefällen und Totgeburten.

Beurkundungen von Geburten, Obsorge, Vaterschaftsanerkennung, Beurkundungen von Sterbefällen und Eheschließungen, eingetragenen Partnerschaften, Beratung in allen Personenstandsfällen mit In- und Auslandsberührung, Beratung in namensrechtlichen Angelegenheiten/Namensänderung.

Außerdem ist es zuständig für die Beurkundung und Beglaubigung von verschiedenen Erklärungen wie Vaterschaftsanerkenntnissen, Obsorgeerklärungen, Namensbestimmungen für Kinder, Ehegatten und Wiederannahmen bei geschiedenen oder verwitweten Personen,

Eintragung von Mitteilungen wie Namensänderungen der Bezirksverwaltungsbehörden, Anträge auf Geschlechtsänderungen und Eheauflösungen.

Ein wichtiges Gebiet sind die Führung der Staatsbürgerschaftsevidenz und die Ausstellung von Staatsbürgerschaftsnachweisen.


 Von der Bevölkerung wird mit dem Begriff „Standesamt/Standesbeamter“ oft lediglich das Heiraten wahrgenommen.

 

Terminreservierung

 

Der erste Schritt auf dem Weg zu Ihrer Traumhochzeit ist die Reservierung Ihres Wunschtermins. Bitte beachten Sie, dass nur ein Termin für Sie reserviert werden kann. Sollten Sie außerhalb des Trausaals heiraten wollten, so bitten wir Sie den Termin auch mit dem Eigentümer des Außentrauungsstandortes abzuklären.

 

Den Termin können Sie telefonisch, schriftlich oder persönlich beim Standesamt vereinbaren:

 

Telefonisch: unter +43 4221/2220-12 während der Amtsstunden

Per E-Mail: an gallizien@ktn.gde.at

Persönlich: während der Parteienverkehrszeiten im Standesamt (Mag.a Silke Setz)

      

Vorbereitungen

 

Nachdem Sie Ihren Wunschtermin reserviert haben, ist der nächste Schritt, die Übermittlung Ihrer Dokumente. Gerne können Sie uns schon vorab Ihre Unterlagen per E-Mail senden oder während der Parteienverkehrszeiten persönlich vorbeibringen.

Achtung:
Wichtig ist, dass Sie die Dokumente spätestens beim Verfahren zur Feststellung der Ehefähigkeit (Aufgebot) im Original vorlegen können.
Es ist übrigens auch möglich, das Aufgebot bei einem anderen Standesamt in Österreich erstellen zu lassen

Erforderliche Unterlagen:

  1. Volljährige Verlobte haben vorzulegen:
    a) Geburtsurkunde
    b) Staatsbürgerschaftsnachweis   (bei Ausländer/innen Reisepass)
    c) Nachweis des Wohnsitzes – gegebenenfalls des Aufenthaltes
    d) Nachweis des akademischen Grades oder der Standesbezeichnung
  2. Verlobte, die bereits verheiratet waren, haben zusätzlich vorzulegen:
    a) Heiratsurkunden aller Vorehen
    b) Nachweis der Auflösung aller früheren Ehen, das sind Scheidungs-, Aufhebungs- und Nichtigkeitsurteile (-beschlüsse) mit Rechtskraftbestätigung bzw. Sterbeurkunde
  3. Ausländische Verlobte haben zusätzlich vorzulegen:
    a) Bestätigung der Ehefähigkeit der zuständigen Heimatbehörde
    b) Gegebenenfalls weitere Bestätigungen, wie z.B.
    – Bestätigung über die Staatsangehörigkeit neuesten Datums
    – Nachweis des akademischen Grades oder der Standesbezeichnung
    – Eidesstattliche Erklärung
    – Übersetzung
    – Lichtbildausweis
  4. Verlobte mit gemeinsamen vorehelichen Kindern haben zusätzlich vorzulegen:
    a) Geburtsurkunden der Kinder
  5. Minderjährige Verlobte haben vorzulegen:
    a) Gerichtsbeschluss über die Ehemündigerklärung
    b) Einwilligung des gesetzlichen Vertreters oder Gerichtsbeschluss mit dem die Einwilligung ersetzt wird
  6. Personen mit Sachwalterschaft, haben zusätzlich vorzulegen:
    a) Einwilligung des/der Sachwalters/in, oder
    b) Gerichtsbeschluss mit dem die Einwilligung ersetzt wird
  7. Konventionsflüchtlinge haben zusätzlich vorzulegen:
    a) Nachweis der Flüchtlingseigenschaft (Konventionspass)


Eheermittlungsverfahren (Aufgebot)

Das Aufgebot ist die offizielle Anmeldung Ihrer Trauung im Standesamt. Bei diesem Termin müssen die beiden Verlobten anwesend sein. Ein Termin sollte ca. 2 Wochen nach Übermittlung der Unterlagen vereinbart werden. Da das Aufgebot nur begrenzt gültig ist, kann es frühestens 6 Monate vor Ihrer Hochzeit erstellt werden.

Beim Aufgebot wird Folgendes erledigt:

  • Kontrolle aller Personendaten
  • Bestimmung der künftigen Namensführung
  • Bekanntgabe der/des Trauzeugen
  • Fixierung des Trauungstermins und Ortes
  • Besprechung des Trauungsablaufes
  • Bezahlung der Gebühren

Die Terminvereinbarung für das Aufgebot erfolgt unter 04221/2220-12 oder unter silke.setz@ktn.gde.at .

 Wenn Sie nicht in Gallizien wohnen, so ist es übrigens auch möglich, das Aufgebot in Ihrer Heimatgemeinde durchzuführen.


Namensführung

Im Zuge der Anmeldung zur Eheschließung wird unter anderem vereinbart, welchen Familiennamen Sie nach der Eheschließung führen wollen. Sofern Sie österreichische/r StaatsbürgerIn sind, stehen Ihnen folgende Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung:

 

  1. Gemeinsamer Familienname:
    Sie bestimmen entweder den Familiennamen des Mannes oder den der Frau zum gemeinsamen Familiennamen.
  2. Doppelname für den Mann oder die Frau:
    Wenn Sie sich für einen gemeinsamen Familiennamen entschieden haben, kann derjenige, der den Namen des Partners annimmt, seinen bisherigen Familiennamen voran- oder nachstellen.
  3. Doppelname für beide Eheschließenden:
    Seit 1.4.2013 haben österreichische Staatsbürger die Möglichkeit, dass beide Eheschließenden einen gemeinsamen Doppelnamen führen können.
  4. Kein gemeinsamer Familienname:
    In diesem Fall bleibt jeder Partner bei seinem bisherigen Familiennamen.

 

Hinweise: 

  • Bei Nichtösterreichern richtet sich die Möglichkeit der Namensführung nach den gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Staates.
  • Sollte sich durch die Eheschließung Ihr Familienname ändern, sind Sie verpflichtet, verschiedene Behörden, Dienstgeber usw. darüber zu informieren.

             

Gebühren

Nachstehend finden Sie eine vollständige Auflistung der Gebühren, die unmittelbar mit Ihrer Hochzeit zusammenhängen. Bitte beachten Sie, dass hier die Kosten für neue Dokumente nach der Namensänderung (wie Staatsbürgerschaftsnachweis, Führerschein, Reisepass) noch nicht enthalten sind.

Bundespauschale
€ 50,00 Ohne ausländische Urkunden
€ 130,00 Mit ausländischen Urkunden


Heiratsurkunden
€ 4,20 Für 2 Stück


Eheschließung
€ 5,45 Im Trausaal – während der Dienstzeit
€ 10,90 Im Trausaal – außerhalb der Dienstzeit
€ 54,50 Außerhalb des Trausaals


Niederschrift über die Eheschließung
€ 2,10 Verwaltungsabgabe


Namensbestimmung der Ehegatten
€ 0,00 Nach österreichischem Recht
€ 6,40 Nach ausländischem Recht


Namensbestimmung der Kinder
€ 30,00 Kindernamensrecht. Erklärung
€ 9,30 Neue Geburtsurkunde

Achtung:

Sollten Sie das Aufgebot bei einem anderen Standesamt, als dem Eheschließungsstandesamt veranlassen, so werden zusätzlich € 5,45 für die Abtretung verrechnet.

 

Die Gebühren sind in bar bei der Anmeldung der Eheschließung (Aufgebot) zu entrichten.

 

Trauungsorte

 

Sie möchten an einem anderen Ort heiraten?!

– Kein Problem. Grundsätzlich sind alle Wunschstandorte für Ihre Traumhochzeit möglich, sofern folgende Kriterien erfüllt werden können:

  • Die Anfahrt von der Dienststelle zum (Parkplatz) des Außentrauungsortes ist mit 15 Minuten zumutbar und zu begrenzen, weiters ein eventueller Fußweg vom Parkplatz zum Außentrauungsort ebenfalls mit 15 Minuten.
  • Die Anfahrt muss außerdem mit einem „normalen PKW“ (kein Allradantrieb) problemlos möglich sein.
  • Klar abgegrenzte, gut erreichbare und befahrbare Parkflächen und Parkplätze in ausreichender Anzahl (je nach Größe der Hochzeitsgesellschaft).
  • Sanitäranlagen, Zugang zu Trinkwasser und Erste Hilfeausstattung vor, während der gesamten Trauung und danach unversperrt und frei zugänglich
  • Behindertengerechte Erreichbarkeit von Trauungsstandort und Sanitäranlagen bei Anwesenheit von körperlich Beeinträchtigten
  • Die Bestuhlung für die Trauung (für alle anwesenden Gäste, Brautpaar und Standesbeamten) ist seitens des Hochzeitspaares zu organisieren.
  • Entsprechender Tisch für die Trauung (Unterschreiben der Dokumente) ist ebenfalls durch das Hochzeitspaar zu organisieren
  • Ausreichender Schutz (sowohl der Dokumente als auch der Personen – insbesondere Brautpaar, Trauzeugen und Standesbeamte) bei Regen und Wind, zumindest durch ein Zelt (ebenfalls durch das Hochzeitspaar zu organisieren.)
  • Einverständniserklärung über die Nutzung des Trauungsortes seitens des/der Eigentümer/s ist seitens des Hochzeitspaares einzuholen und auf Verlangen der Personenstandsbehörde im Vorhinein vorzulegen.
  • Die Trauzeremonie hat unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu erfolgen, das private Ambiente sollte gewahrt werden. Für entsprechende Vorkehrungen hat das Brautpaar zu sorgen.
  • Der Standort hat den bau-, sicherheits- und brandschutztechnischen Erfordernissen zu entsprechen.
  • Zu keiner Zeit dürfen Leben oder Gesundheit der Anwesenden, und die Sicherheit von Sachen (insbesondere der Dokumente) gefährdet werden.
  • Des Weiteren können standesamtliche Trauungen an Orten mit religiösem Hintergrund nicht stattfinden. (Kirchen, Kapellen, Moscheen, …).

Letztendlich obliegt es – dem Gesetz entsprechend – der Standesbeamtin den ausgewählten Ort, hinsichtlich seiner Eignung als Außentrauungsstandort, zu beurteilen. Es besteht jedenfalls kein Rechtsanspruch auf Trauungen außerhalb der Dienstzeit und außerhalb des Trausaales.